WIR STELLEN UNS DER HERAUSFORDERUNG COVID-19 – Michał Kunze, Consulting and AMS Director SNP Poland

Leonie Steegmüller
| 4 min read

WIR STELLEN UNS DER HERAUSFORDERUNG COVID-19

Michał Kunze, Consulting and AMS Director SNP Poland

Michał Kunze arbeitet seit fast 20 Jahren für SNP Polen und begleitet seit Anfang 2020 die Position als Consulting and AMS Director sowie Leiter der Softwareentwicklung. Im Interview spricht er darüber, wie SNP Polen sich den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie stellt, was sich aus seiner Sicht verändert hat und warum gerade in der jetzigen Situation ein weitsichtiges Verhalten von Unternehmen entscheidend für zukünftigen Erfolg ist.  

Wie hat sich aus Ihrer Sicht das Arbeiten aufgrund der COVID-19-Pandemie verändert?

Michał Kunze: Zunächst einmal ist natürlich eine Anwendung für Telefonkonferenzen über Nacht zu meinem wichtigsten Arbeitsinstrument geworden. Über 90 Prozent der Mitarbeiter von SNP Polen arbeiten im Home-Office. Remote zu arbeiten ist für uns nichts Neues, auch wenn dies bisher nicht in diesem Ausmaß notwendig war. Support-Dienstleistungen und Softwareentwicklungen basierten schon immer auf dem Fernzugriff auf Systeme; außerdem erhöhen wir bereits seit Jahren den Anteil der Remote-Arbeit bei Implementierungsprojekten. Der Unterschied besteht darin, dass sich die Consultants jetzt vom Home-Office aus mit den Systemen der Kunden verbinden anstatt von den SNP-Offices aus.

„Ich denke, dass wir als Organisation angesichts

dieser schwierigen Bedingungen ausgesprochen

positive Ergebnisse erzielen.“

Wir haben eine durchweg gut aufgestellte IT-Infrastruktur, Self-Service-Systeme für unsere Mitarbeiter und verwenden gemeinsame Anwendungen für unser Teammanagement. Aber auch die Unternehmenskultur von SNP, also das Vertrauen in unsere Mitarbeiter und die hohe Autonomie der Teams, trägt entscheidend dazu bei, wie gut wir mit der jetzigen Situation umgehen können. Wir bleiben in engem Kontakt mit unseren Kunden und setzen die Projekte wie gewohnt fort. Die meisten Projekte kommen dabei planmäßig voran. Dies gilt auch für Großprojekte. So stehen wir beispielsweise kurz vor der Einführung von SNP E-Time, einer cloud-basierten Time-Planning-Plattform für einen der größten Logistikdienstleister in Polen. Gleichzeitig wird ein E-Leave-System für mehrere tausend Mitarbeiter im Distributionszentrum eines Einzelhandels-Kunden in der Modebranche live gehen.

Dies ist nicht die erste Krise, die Sie in Ihrer Karriere erleben. Dazu zählen das Platzen der "Dotcom-Blase" im Jahr 2000 und die Finanzkrise von 2008. Welche Auswirkungen erwarten Sie dieses Mal?

"Das Ausmaß dessen, was aktuell passiert, ist mit nichts

anderem zu vergleichen. Die letzten Monate haben gezeigt,

wie wichtig es für eine Organisation ist, flexibel zu sein

und schnell auf Veränderungen reagieren zu können."

Darüber wird zwar schon lange gesprochen, aber jetzt ist es Realität geworden. Heute gibt es eine viel größere Anzahl an Möglichkeiten als zum Beispiel 2008: Unternehmen können IT-Lösungen im Cloud-Modell schnell skalieren. Außerdem ermöglicht SaaS auch eine größere finanzielle Flexibilität. Die Kosten verteilen sich über die Zeit, abhängig von der Anzahl der Benutzerkonten oder einer anderen Metrik der Servicenutzung. Der Remote-Zugriff auf Anwendungen und mobile Lösungen ist bereits Standard. Immer mehr Dokumente liegen nur in digitaler Form vor. Sogar die Kommunikation mit Behörden findet zunehmend digital statt – ein Beispiel dafür ist die „Electronic Platform of Public Administration Services (ePUAP)“, eine landesweite Plattform für die Kommunikation der Bürger mit den öffentlichen Verwaltungen in Polen. Aus diesen Gründen wäre der massenhafte Übergang zum Remote-Arbeiten, der in vielen Unternehmen buchstäblich über Nacht stattfand, vor 20 oder gar 10 Jahren nicht so reibungslos verlaufen wie heute.

SNP Polen betreut Kunden weltweit, aber der Schwerpunkt liegt aktuell auf den Märkten Osteuropas und des Nahen Ostens. Wie wurde das Angebot von SNP Polen an aktuelle Herausforderungen der Pandemie angepasst?

Gerade in dieser Zeit helfen wir den Unternehmen vor allem bei der Anpassung an die neue Realität und reagieren mit unseren Leistungen schnell auf die neuen Anforderungen. Zum Teil gibt es auch dringende Anfragen unserer Kunden, die sich aus aktuellen Änderungen ihrer Prioritäten ergeben. Im Moment sind die wichtigsten Anforderungen das reibungslose Remote-Arbeiten, die Sicherstellung der Zugänge zu den Unternehmenssystemen und -netzwerken, die Aufrechterhaltung der Standards für die IT-Sicherheit und die Einhaltung von rechtlichen Vorgaben. Unternehmen sind weiterhin verpflichtet, SAF-Berichte zu erstellen, und müssen insbesondere die Cybersicherheit während der Pandemie sicherstellen.   

Dabei können sich unsere Kunden auf uns verlassen. Mehr als 300 unserer Spezialisten stehen auf Knopfdruck remote bereit. Neben SAP-Beratern und Entwicklern für unterschiedliche Technologien verfügen wir auch über Spezialisten für Betriebssysteme, Datenbanken, Virtualisierung und IT-Infrastruktur.

Darüber hinaus möchte ich erwähnen, was die Leistungen der SNP-Gruppe für die Transformation von SAP-Systemen einzigartig macht: CrystalBridge® – The Data Transformation Platform und der BLUEFIELDTM-Ansatz. Der Mehrwert, den diese Lösungen für die "Post-Pandemie-Zeit“ mit sich bringen, ist unbestreitbar. So sind zum Beispiel Migrationen in die Cloud, Carve-out- oder Merger-Projekte nach der Reorganisation von Unternehmen unweigerlich mit Zeiten großer wirtschaftlicher Veränderungen verbunden.

Doch wie kann ein Unternehmen in der aktuellen Situation, die von Unsicherheit geprägt ist, Transformationsprojekte planen?

Lassen Sie es mich so sagen: Ein verantwortungsbewusstes Unternehmen kann es sich nicht leisten, sie nicht zu planen.

"Es ist wichtig, die langfristige Perspektive nicht aus den

Augen zu verlieren, wenn man sich auf die gerade

dringendsten Probleme konzentriert.

Auch wenn Unternehmen derzeit im Krisen-Modus arbeiten,

können sie die Entwicklung ihrer IT nicht zum Stillstand

kommen lassen."  

Wenn wir erst einmal die wirtschaftliche Stagnationsphase überwunden haben, bleibt keine Zeit mehr, Versäumnisse nachzuholen. Im Gegenteil, der Kampf um die Kunden wird so heftig sein wie eh und je. Deshalb ermutigen wir die Unternehmen, die gegenwärtige Situation zu nutzen, um ihre Prozesse zu überprüfen und zu verbessern. In jedem Unternehmen gibt es wichtige Angelegenheiten, die bisher aufgrund einer Vielzahl an anderen dringenden Fragen vernachlässigt wurden. Jetzt ist es an der Zeit, diese entschlossen und effektiv anzugehen.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

SNP wünscht den Menschen überall auf der Welt alles Gute. Bitte bleiben Sie gesund!

 

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