Carve-Out von Unternehmenseinheiten

Dennis Krieger
| 1 min read

Beim Verkauf von Unternehmenseinheiten werden immer häufiger Daten der abzugebenden Einheiten aus der produktiven SAP Landschaft herausgelöst. Oft findet sich in Kaufverträgen die Regelung, dass die Daten der übergehenden Unternehmenseinheit in einem SAP System zu übergeben sind. Die Aufgabe von Geschäftsfeldern geht meist mit dem Verkauf oder der Stilllegung von Geschäftsbereichen wie Werken oder Niederlassungen einher. Geschäftsdaten aus den jeweiligen ERP- und Archivsystemen müssen entsprechend getrennt und konsistent in ein neues System überführt werden.

Werden beispielsweise Unternehmensbereiche ausgegründet oder stillgelegt, müssen die Daten aus dem jeweiligen SAP-System herausgelöst und an den neuen Eigentümer bzw. an den Insolvenzverwalter übergeben werden.

Insbesondere in Unternehmen, die häufig Bereiche zu- oder verkaufen, sollte die IT sogenannte Carve-Outs softwareseitig umsetzen können.

Auf den ersten Blick scheint die Erstellung einer Kopie das einfachste Vorgehen zu sein. Mit einer Kopie ist sicher gestellt, dass alle benötigten Daten und alle bisher verwendeten funktionalen Erweiterungen vorhanden sind sowie alle Auswertungen zur Verfügung stehen. Die Kopie beinhaltet jedoch auch alle Daten des abgeben­den Unternehmens, die schon aus Gründen der Compli­ance unter keinen Umständen auf dem System des Käu­fers verbleiben dürfen und aus der Kopie entfernt werden müssen. Wird dies allerdings über eine individuelle Pro­grammierung versucht, ist nicht gewährleistet, dass alle Daten gelöscht werden und der Vorgang datenschutz­rechtlich abgesichert ist. Es kann passieren, dass Daten zu einem späteren Zeitpunkt, z.B. wenn ein gelöschter Buchungskreis neu angelegt wird, wieder sichtbar werden. Eine individuelle Programmierung ist außerdem nur dann der günstigste Weg, wenn die Daten der ausziehenden Einheiten in etwa dem Umfang der verbleibenden ent­sprechen. Jedoch beträgt der Umfang der verkauften Einheiten zumeist nicht mehr als 5 Prozent bis 10 Prozent des Datenvolumens. Das bedeutet, dass mehr als 90 Prozent aller Daten und Organisationseinheiten aus der System­kopie entfernt werden müssen.

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