Neue Technologien: Darauf sollten Sie bei der Einführung achten

SNP Experts
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Die weltweite Pandemie betont die Dringlichkeit zur weiteren Digitalisierung: Viele Entscheider müssen jetzt konkrete digitale Lösungen finden, damit das eigene Unternehmen zukunftsfähig bleibt. Neue Technologien spielen dabei eine wichtige Rolle: Aber welche Innovation ist sinnvoll für das eigene Unternehmen und was muss bedacht werden, um das Potenzial vollumfänglich zu heben? Wir geben Tipps zur Analyse, Auswahl und Einführung.

 

Entscheider stehen angesichts der Viruskrise vor enormen Herausforderungen: Im Krisenmodus geht es vorwiegend darum, die dringendsten Probleme zu lösen. Dabei sollte der digitale Fortschritt stets mitgedacht werden. Die vergangenen Monate haben gezeigt: Je digitaler Unternehmen aufgestellt sind, desto flexibler und agiler können sie auf Marktveränderungen reagieren. Die Führungsetage sollte sich deshalb gerade jetzt mit den Chancen auseinandersetzen, die mit neuen Technologien einhergehen.

 

Analyse: Wohin will das Unternehmen?

Bei Transformationsprojekten wie der Einführung neuer Technologien nehmen Ziele eine herausragende Rolle ein. Neuerungen ergeben nur Sinn, wenn sie sich nutzbringend in den eigenen Geschäftsalltag integrieren lassen. Deshalb sollten Entscheider zunächst den Status quo ermitteln: Wie geht es dem Unternehmen heute? Wie zukunftsfähig ist das Geschäftsmodell, auch im Hinblick auf die Konkurrenz und Veränderungen innerhalb der Branche? Und welche konkreten Herausforderungen bestehen? Ausgehend von dem aktuellen Ist-Zustand gilt es, den angestrebten Soll-Zustand für die Zukunft zu definieren. Die Unternehmensleitung braucht eine klare Vorstellung davon, was erreicht werden soll. Nur so ist sie in der Lage, gemeinsam mit internen oder externen Experten, Lösungsansätze zu entwickeln und eine passende Technologie zur Schließung der Lücke zwischen Ist und Soll auszuwählen.

 

Auswahl: Welche Technologie ist die richtige?

Bei der Auswahl einer Technologie sollte ausgehend von dem Ziel gedacht werden. Der Mehrwert für das eigene Unternehmen muss offensichtlich sein: So könnten sich Logistiker, die Störfaktoren in ihrer Lieferkette schneller und exakter vorhersagen sowie transparenter mit den anderen Supply-Chain-Akteuren zusammenarbeiten wollen, mit den Vorteilen von Big Data auseinandersetzen. Händler, die ihren Kunden ein personalisiertes Einkaufserlebnis ermöglichen und das Kaufverhalten analysieren möchten, um Geschäfts- und Marketingstrategien darauf abzustimmen, erwägen vielleicht den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Und wer in der Produktion zur Kosteneinsparung und Produktivitätssteigerung die vorausschauende Wartung von Anlangen (Predictive Maintenance) anstrebt, könnte den Einsatz einer Internet-of-Things-Lösung (IoT) prüfen.

Nicht zuletzt muss vor der Einführung kritisch hinterfragt werden, ob eine Technologie bereits im breiten Umfang eingesetzt wird. Nicht alle Tech-Trends haben ein ausreichendes technisches Niveau errreicht. Ein Beispiel hierfür ist die Blockchain-Technologie zur Optimierung der Datenverarbeitung, die sich oftmals noch in einer Test- bzw. Pilotphase befindet.

 

Technischer Stand: Welche Vorarbeiten sind notwendig?

In einem nächsten Schritt sollte geprüft werden, ob das Unternehmen bereits die Grundlagen geschaffen hat, um die neue Technologie optimal einsetzen zu können. Eine hohe Relevanz spielt in diesem Kontext beispielsweise der Schritt in die Cloud: Durch das Auslagern der eigenen Anwendungen und IT-Leistungen in das Internet wird ein permanenter und ortsunabhängiger Datenverkehr zwischen Menschen, Maschinen und Fahrzeugen ermöglicht, was beispielsweise die professionelle Erhebung, Sammlung und Analyse großer Datenmengen (Big Data) begünstigt.

Sollten IT-Landschaften noch nicht dem erforderlichen Technikstand entsprechen, muss exakt geprüft werden, welche Vorarbeiten notwendig sind. So ist gewährleistet, dass das Transformationsvorhaben in einem angestrebten Zeitraum umgesetzt werden kann. Zudem behalten Projektverantwortliche den Gesamtüberblick über Kosten sowie den technischen und zeitlichen Aufwand.

 

Technologie-Nutzung: Fokus auf Mitarbeiter legen

Die Adaption einer neuen Technologie hat nicht nur technische Auswirkungen – sie ist auch ein sozialer Prozess. Um Mitarbeiter abzuholen und von den notwendigen Veränderungen zu überzeugen, sollten Entscheider verstärkt in den Austausch gehen. Vorteile für die Nutzer müssen klar herausgestellt und neues Know-how für den versierten Umgang mit der neuen Technologie bereitgestellt werden.

Die Geschäftsführung ist gut beraten, frühzeitig ein Netzwerk aus Verbündeten aufzubauen, das in alle Unternehmensbereiche wirkt. Oftmals besteht eine Diskrepanz zwischen den technischen Möglichkeiten und den Fähigkeiten der Mitarbeiter, das entstandene Potenzial wirksam einzusetzen. Digitale Fürsprecher können helfen, den Mehrwert und die Funktionsweise zu erklären sowie mögliche Abwehrhaltungen abzubauen. Idealerweise erkunden Mitarbeiter die digitale Innovation „in geschützten Räumen“: Je aktiver die gesamte Belegschaft in die Einführung eingebunden wird, desto versierter wird der spätere Umgang mit der Technologie und verwandten Zukunftsthemen sein.

 

Wirtschaftlage während Pandemie fordert schnelles Handeln

Entscheider sollten digitale Technologien als wichtiges Instrument zum Erreichen der Unternehmensziele sehen sowie möglichst aktuell – und schneller als die Konkurrenz – über neue Entwicklungen informiert bleiben. Neuheiten gilt es stets auf den Nutzen für das eigene Unternehmen bzw. die Branche zu durchleuchten. Dabei ist die Führungsetage nicht auf sich alleine gestellt: Spezialisierte Dienstleister helfen dabei, eine Vorstellung davon zu entwickeln, wie Unternehmensprozesse mit digitalen Lösungen aussehen könnten.

 

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