Best Practice: Mit dem Cloud-Umzug Wachstum und Innovation ermöglichen

SNP Experts
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Wie gelingt einem High-Service-Distributor für Produkte aus der Elektronik, Automation und Instandhaltung, der täglich tausende Pakete an seine Kunden versendet, der reibungslose Umzug in die Cloud? Idealerweise bei minimalen Ausfallzeiten an einem Go-Live-Wochenende. Wir stellen das erfolgreiche SAP-Migrationsprojekt von RS Components in Zusammenarbeit mit den Experten von SNP vor.

 

Um künftiges Wachstum und Innovation zu ermöglichen, beschloss das Traditionsunternehmen RS Components (RS) seine IT-Systeme zu modernisieren und seine SAP-Umgebung auf die neueste Version zu aktualisieren. Realisiert werden sollte das Vorhaben des globalen Anbieters von Produkten für Ingenieure und Techniker durch den Umzug in die Cloud. Nach Prüfung mehrerer Optionen fiel die Wahl für die globale SAP-Landschaft, die von dem Systemintegrator Atos unterstützt wird, auf die Cloud-Plattform Amazon Web Services (AWS).

 

Herausforderung: Ausfallzeiten der Systeme minimieren

Im Zuge der strategischen Projektplanung wurden die individuellen Anforderungen an das Migrationsprojekt definiert: RS agiert als Handelsmarke der Electrocomponents-Gruppe, die rund einer Million Bestandskunden mehr als 500.000 Produkte via Internet anbietet. Täglich werden rund um die Uhr 50.000 Pakete in alle Welt verschickt. Daher war es von entscheidender Bedeutung, die zentralen Systeme für den laufenden Betrieb trotz Transformation weitgehend verfügbar zu halten.

Schnell wurde deutlich, dass die Ausfallzeiten der Systeme mit den zunächst erwägten Migrationsansätzen länger als gewünscht andauern würden und damit zu erheblichen Betriebsunterbrechungen und Kosten geführt hätten. Die Projektverantwortlichen mussten eine bessere Lösung finden, um sicherzustellen, dass das Upgrade und die Migration innerhalb des verfügbaren Zeitfensters für den Geschäftsausfall abgeschlossen werden.

 

Strategische Partnerwahl zur Projektrealisierung

RS und sein Systemintegrator Atos beauftragten die Experten von SNP mit der Migration der zwei größten SAP-Systeme in die AWS-Cloud. Denn das Software- und IT-Beratungsunternehmen mit Hauptsitz in Heidelberg ist dafür bekannt, selbst komplexeste Transformationsprojekte erfolgreich zu realisieren sowie schnelle Unterstützung anzubieten. „Die Minimierung von Ausfallzeiten war für uns einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Schon bei den ersten Gesprächen wurde deutlich, dass SNP uns bei diesem strategischen SAP-Projekt helfen kann“, sagt Michael Parkinson, Head of Engineering Core, RS Components. „Klassische Ansätze entsprachen nicht unseren Anforderungen.“

 

Cloud-Migration im Near-Zero-Downtime-Verfahren

Der Projektstart war für Januar 2020 angesetzt: Es wurde entschieden, dass SAP ECC und CRM als die größten Systeme der IT-Umgebung mit Hilfe von SNP in die Cloud umziehen sollten.

Die Migrationsexperten setzten für das Großprojekt ihre hauseigene Transformationsplattform CrystalBridge inklusive Near-Zero Downtime-Technologie ein. Die verbleibenden kleineren SAP- und Nicht-SAP-Systeme sollten von Atos aktualisiert und migriert werden.

 

Wartung ohne Auswirkung auf das laufende Geschäft

In einem ersten Schritt erstellte SNP mit der eigenen Softwarelösung ein leeres Zielsystem in der AWS-Cloud – ohne Anwendungsdaten. Auf diese Weise wurde das System von den Daten entkoppelt und SNP konnte die notwendige Wartung auf dem Zielsystem durchführen, ohne das operative Geschäft zu beeinträchtigen. Für RS umfassten die Wartungsaktivitäten ein SAP-Erweiterungspaket und eine Unicode-Konvertierung.

Mit der automatisierten Lösung wurden die SAP ECC- und CRM-Daten während der Systemverfügbarkeit in das Zielsystem migriert. Durch im Quellsystem gesetzte Trigger wurden die vom Unternehmen in diesem Zeitraum vorgenommenen Änderungen aufgezeichnet. So musste beim Cut-over nur noch eine kleine Delta-Datenmigration durchgeführt werden.

 

Systemausfall von nur wenigen Stunden

Das innovative Verfahren sorgte für einen sehr kurzen Systemausfall von nur wenigen Stunden und eliminierte Risiken im Zusammenhang mit zusätzlichen Aktivitäten wie System-Upgrades, die bereits vor dem Cut-over abgeschlossen wurden.

Das Großprojekt konnte innerhalb von nur acht Monaten und mit einer Gesamtausfallzeit von nur 7,5 Stunden für CRM und 10 Stunden für ERP durchgeführt werden. Der Go-live fand an einem Wochenende statt. Insgesamt wurden mehr als 6.000 Nutzer erfolgreich in die Cloud migriert.

 

Vorteile des Migrationsverfahrens im Überblick

  • Schnelle und risikoarme Migration in die Cloud
  • Minimale Betriebsunterbrechung mit nahezu keiner Ausfallzeit beim Cut-over
  • Verkürzter Gesamtprojektzeitplan ohne separate Projekte und Ausfallzeiten
  • Gleichzeitiges Upgrade und Migration mehrerer SAP-Komponenten
  • Keine Eskalationen oder Mängel

 

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